
Wolfgang Wittenburg
Wilhelmsburg. Auch im Jubiläumsjahr seines 30-jährigen Bestehens ist das Hamburger Spendenparlament engagiert wie immer. Erstmals vergab der gemeinnützige Verein, der lokale Projekte gegen Armut, Obdachlosigkeit und Isolation begleitet, einen Förderpreis – 10 mal 30.000 Euro: Geehrt wird dadurch auch die Arbeit vom „Verein zur Förderung der Integration Hamburg-Wilhelmsburg e.V.“.
Die 10-köpfige Finanzkommission (FiKo) vom Hamburger Spendenparlament (HSP) wählte (letztmalig unter dessen Vorsitzenden Uwe Kirchner) aus 195 Bewerbungen 20 Initiativen aus, aus denen die HSP-Mitglieder letztendlich 10 wählten. Mehr als 2500 Mitglieder waren zur Abstimmung aufgerufen.
Beim festlichen Senatsempfang zum 30-jährigen Bestehen des Hamburger Spendenparlaments wurden die Preisträger*innen des Förderpreises 2026 geehrt. Sie alle stehen für Vielfalt, Relevanz und Wirkung sozialen Engagements in Hamburg.
„Unser Verein gehört zu den Preisträgern! Wir sind sehr glücklich und dankbar über diese wunderbare Wertschätzung“, sagt Ulrich „Uli“ Gomolzig dem „Wochenblatt“. Laut dem Gründer und Vereinsvorstand leistet der Verein wöchentlich psychomotorische Bewegungsangebote für mehr als 650 Kinder im Alter von 2 bis 13 Jahren.
Bei der 94. Parlamentssitzung des Hamburger Spendenparlaments (Slogan: „Wir fördern was hilft!“) im Körber Forum an der Kehrwieder-Spitze wurden Anfang Juli 22 Projekte mit insgesamt 456.841 Euro finanziell gefördert – darunter gab es 9.000 Euro Förderung für die Bewegte Küche auf der Veddel, ein Projekt der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hamburg-Veddel. Und es wurden einstimmig 2.730 Euro bewilligt für Sichtschutz im biff-Harburg, Plisseeanlagen für zwölf Fenster des Frauenberatungszentrums – beides sind Projekte gegen soziale Isolation.